Rezension: „Atlas: Die Geschichte von Pa Salt“ Lucinda Riley & Harry Whittaker

Atlas das geheimnis von Pa Salt

Rezension: "Atlas: Die Geschichte von Pa Salt" von Lucinda Riley & Harry Whittaker

Für mich war es ein zufriedenstellender Abschluss der Sieben Schwestern-Reihe, aber ich finde es trotzdem sehr traurig, dass Lucinda Riley vor der Fertigstellung verstorben ist und ihr Sohn die Reihe für sie beenden musste. Er hat es aber gut gemacht.

Formales

  • Genre: Familiengeheimnisroman
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Seitenzahl: 800 Seiten
  • Erschienen am: 21. August 2024
die geschichte von pa salt

Klappentext

Paris, 1928. Ein Junge wird gerade noch rechtzeitig entdeckt, bevor er stirbt, und von einer Familie aufgenommen. Er ist klug und liebenswert, und er entfaltet seine Talente in dem neuen Zuhause. Hier wird ihm ein Leben ermöglicht, von dem er nicht zu träumen gewagt hätte. Doch er weigert sich, einen Hinweis darauf zu geben, wer er wirklich ist. Als er zu einem jungen Mann heranwächst, verliebt er sich und besucht das berühmte Pariser Konservatorium. Die Schrecken seiner Vergangenheit kann er darüber beinahe vergessen, ebenso wie das Versprechen, das er einst geschworen hat, einzulösen. Aber Unheil ballt sich zusammen über Europa, und niemand ist mehr in Sicherheit. Tief in seinem Herzen weiß er, dass die Zeit kommen wird und er wieder fliehen muss.

Ägäis, 2008. Alle sieben Schwestern sind an Bord der »Titan« zusammengekommen, um sich von ihrem geliebten Vater, der ihnen stets ein Rätsel blieb, zu verabschieden. Zur Überraschung aller ist es die verschwundene Schwester, die von Pa Salt damit betraut wurde, ihnen die Spur in ihre Vergangenheit aufzuzeigen. Aber für jede Wahrheit, die enthüllt wird, taucht eine neue Frage auf, und die Schwestern müssen erkennen, dass sie ihren Vater kaum gekannt haben. Noch schockierender aber ist, dass diese lang begrabenen Geheimnisse noch immer Auswirkungen auf ihrer aller Leben haben.

»Atlas. Die Geschichte von Pa Salt« erzählt von einem Leben voller Liebe und Verluste, umspannt Meere und Kontinente und führt die »Sieben-Schwestern«-Serie zu einer Atem beraubenden Auflösung.

Das Cover

Das Cover von Atlas: Die Geschichte von Pa Salt ist ein echter Blickfang: farbenfroh, edel und voller Symbolik. Im Vordergrund sehen wir einen kunstvoll angelegten Garten mit akkurat gestutzten Hecken und einem runden Brunnen, in dessen Mitte eine die berühmte Armillarsphäre in die Höhe gehoben wird, die man bereits aus den vorherigen Bänden der Reihe kennt. 

Im Hintergrund öffnet sich ein schmiedeeisernes Tor mit Blick auf einen ruhigen See und dahinter auf sanfte Bergzüge, umgeben von einem strahlend blauen Himmel mit funkelnden Sternen. Für Kenner*innen wird klar: Wir befinden uns hier im Garten von Atlantis, dem Anwesen auf einer Insel im Genfer See.

Die Namen der Autor*innen sind prominent platziert, vor allem Lucinda Rileys Name in großen Lettern, was angesichts ihres bisherigen Erfolgs verständlich ist. Der Schriftzug des Titels „ATLAS“ in kräftigem Magenta hebt sich deutlich ab und zieht sofort den Blick auf sich. 

Fazit:
Ein bildgewaltiges, stimmungsvolles Cover, das sofort Assoziationen zu Reichtum, Geheimnissen, Familiengeschichte und emotionalen Reisen weckt. Es ist nicht nur optisch ansprechend, sondern auch perfekt auf die Tonalität des Romans abgestimmt. Für Leser*innen der Sieben-Schwestern-Reihe ein emotionales Versprechen …

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Meine Meinung

Ich habe bisher alle Bände der Sieben-Schwestern-Reihe gelesen – also die Bücher, in denen es jeweils um eine der Schwestern und ihre Herkunft ging – und war nun natürlich sehr gespannt auf das große Finale. Endlich sollte man erfahren, was es mit dem geheimnisvollen Vater der sieben Mädchen auf sich hat. Gleichzeitig war ich im Vorfeld aber auch etwas ängstlich, das Buch zu lesen, weil ich wusste, dass Lucinda Riley vor ihrem Tod leider nicht mehr viel davon schreiben konnte. Den größten Teil hat ihr ältester Sohn Harry Whittaker fertiggestellt. Entsprechend war meine Sorge groß, dass es mir vielleicht nicht so gut gefallen würde.

Schon nach den ersten Kapiteln war ich jedoch sehr positiv überrascht: Ich fand den Einstieg richtig gut und war sofort gefesselt. Eigentlich lese ich nicht so gerne Bücher, in denen man ausschließlich einer männlichen Hauptfigur folgt – ich bevorzuge Geschichten über Frauen. Aber hier hat mich das überhaupt nicht gestört. Vor allem die Passagen über Atlas’ Kindheit (Spoiler: Pa Salt heißt eigentlich Atlas) waren wunderschön, berührend und sehr interessant. An manchen Stellen dachte ich sogar: Das könnte vielleicht mein Lieblingsband der ganzen Reihe werden.

Ganz ohne Kritikpunkte ging es aber leider nicht. Immer wieder gab es Rückblenden darauf, wie die Schwestern adoptiert wurden – erst Maia, dann Ally, und so weiter. Diese Informationen kannte ich bereits aus den vorherigen Bänden, und für mich fühlte sich das stellenweise wie überflüssiges Material an, das man hätte kürzen können. Außerdem war es manchmal etwas schwierig, alle Verbindungen zu den Vorfahren der Schwestern nachzuvollziehen. Atlas begegnet im Verlauf seiner Lebensgeschichte mehrfach Figuren aus deren Familien, und ich wusste oft nur noch vage, worum es in den entsprechenden Bänden ging. Da die Bücher teils vor Jahren erschienen sind, hätte ich mir am Anfang eine kurze Zusammenfassung zu jeder Schwester gewünscht, um die Bezüge besser einordnen zu können.

Sehr gut gefallen hat mir hingegen die Dynamik zwischen Atlas und seinem „Bruder“ – eine von Dramatik, Rivalität und gleichzeitig einer tiefen Verbindung geprägte Beziehung. Da ich ohnehin gerne über Geschwisterbeziehungen lese, war das für mich ein starker Handlungsstrang.

Fazit:
Insgesamt hat mich Atlas: Die Geschichte von Pa Salt gut unterhalten. Es hätte an manchen Stellen etwas straffer erzählt werden können, aber Harry Whittaker hat die Aufgabe, das große Finale zu schreiben, aus meiner Sicht gut gemeistert – stellenweise sogar deutlich besser, als ich erwartet hatte. Ein würdiger Abschluss mit einigen sehr berührenden Momenten, auch wenn für mich nicht alles perfekt war.

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