Rezension: „Die Geheimnisse von Ravenstorm Island – Die verschwundenen Kinder“ Gillian Philip

Die Geheimnisse von Ravenstorm Island

Rezension: "Die Geheimnisse von Ravenstorm Island – Die verschwundenen Kinder" von Gillian Philip

Die Geschichte, die sich in einem Krankenhaus in einer kalten Winternacht entfaltet, hat Momente, die schon recht berührend sind, besonders gegen Ende.

Formales

  • Lesealter: ab 10 Jahren
  • Reihe: Band 1 einer 5-bändigen Reihe
  • Verlag: Fischer KJB
  • Seitenzahl: 224 Seiten
  • Erschienen am: 4. Juli 2017
Die Geheimnisse von Ravenstorm Island

Klappentext

In dem Moment, in dem Molly auf der geheimnisvollen Insel Ravenstorm ankommt, hat sie das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Der alte Butler Mason verhält sich reichlich sonderbar und überall stehen furchterregende Statuen herum. Als dann auch noch Mollys kleiner Bruder Jack spurlos verschwindet und sich niemand außer ihrem Cousin Arthur daran erinnern kann, dass er überhaupt jemals existiert hat, ist klar: Molly und Arthur müssen alleine herausfinden, was geschehen ist. Um Jack zu retten brauchen sie all ihren Mut und echte Magie …

Der erste Band der aufregenden neuen Serie um die Insel Ravenstorm – gruselig und mit einem Hauch Magie!

Für alle Fans von Enid Blyton und ›Die Spiderwick Geheimnisse‹.

Das Cover

Das Cover von Die Geheimnisse von Ravenstorm Island ist ein echter Blickfang und fängt auf eindrucksvolle Weise die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre ein, die man von einem spannenden Kinder- oder Jugendabenteuer erwartet. Die Illustration zeigt zwei Kinder – ein Mädchen im roten Mantel und ein Junge mit gelbem Schal –, die auf ein unheimliches, hoch oben auf einer Klippe thronendes Schloss blicken. Der Pfad dorthin wirkt windig und verwunschen, und umrahmt wird das ganze Motiv von schwarzen, knorrigen Ästen, die wie dunkle Schatten ins Bild ragen.

Der Himmel ist in dramatischen Blau- und Grautönen gehalten, durchzogen von fliegenden Krähen – ein klassisches Gothic-Motiv. Die Typografie wirkt verspielt und verwunschen, fast wie handgezeichnet, und fügt sich perfekt in die märchenhaft-gruselige Szenerie ein. Kleine Details wie die Spinne am Buchstaben „G“ oder der Rabe auf dem Titel unterstreichen die mystische Stimmung zusätzlich.

Fazit:
Ein atmosphärisches und stimmungsvolles Cover, das sowohl junge Leser*innen als auch Erwachsene, die gerne Kinderbücher mit Mystery-Elementen lesen, sofort anspricht. Es vereint Spannung, Abenteuer und ein leichtes Schaudern auf visuell gelungene Weise. Für Fans von geheimnisvollen Inseln, alten Gemäuern und mutigen Kindern genau der richtige Einstieg in eine spannende Geschichte. Sehr gelungen!

Die Geheimnisse von Ravenstorm Island

Meine Meinung

Mir hat das Buch Die Geheimnisse von Ravenstorm Island insgesamt ganz gut gefallen. Ich brauche zwar immer ein bisschen, um mich wieder in die kindliche Perspektive reinzufinden, aber irgendwann wurde es dann richtig spannend, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. 

Besonders die düstere, leicht gruselige Atmosphäre war gelungen und hat mich ein wenig an Klassiker wie Coraline oder Eine Reihe betrüblicher Ereignisse erinnert – natürlich kindgerecht abgeschwächt, aber mit einem ähnlichen Flair.

Die Handlung ist klar strukturiert und gut verständlich. Perfekt für jüngere Leser*innen ab etwa 10 Jahren, die Lust auf ein leicht schauriges Abenteuer haben.

Der Spannungsbogen ist solide aufgebaut, auch wenn ich persönlich manche Wendungen recht vorhersehbar fand. Gerade für erfahrene Vielleser*innen aus dem Kinder- oder Jugendbuchbereich fehlt vielleicht das letzte Überraschungsmoment oder eine originellere Auflösung. Mir persönlich hat hier ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt.

Dafür punktet das Buch mit einer starken Hauptfigur: Molly ist mutig, entschlossen und glaubwürdig gezeichnet. Auch Arthur als ruhiger, besonnener Gegenpart gefällt – besonders, wie sich ihre Freundschaft im Lauf der Geschichte entwickelt. Die Nebenfiguren bleiben eher schemenhaft, was aber in einem Buch dieser Länge und Zielgruppe durchaus passend ist.

Besonders hervorheben möchte ich auch das Setting: Die Insel, das düstere Herrenhaus, die rätselhaften Statuen – all das trägt viel zur Stimmung bei und regt die Fantasie an. Auch das Cover passt wunderbar zur Geschichte und hat mich sofort neugierig gemacht.

Fazit
Die Geheimnisse von Ravenstorm Island – Die verschwundenen Kinder ist ein spannendes und atmosphärisch starkes Kinderbuch mit magischen und leicht gruseligen Elementen. Für junge Leser*innen, die gerne miträtseln und sich ein bisschen gruseln wollen, genau das Richtige! Für erwachsene Mitleser*innen ist es vielleicht etwas vorhersehbar, aber trotzdem liebevoll gemacht. Ein gutes Buch für zwischendurch mit einem Hauch von Gänsehaut.

Überzeugt?

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